Renaissance der Atomkraft?
Renaissance der Atomkraft?
Die Finanzkrise und ihre Folgen beherrscht derzeit die öffentliche Berichterstattung in den Medien und die Wahrnehmung weiter Teile der Bevölkerung. Geschickt möchte die Atomlobby diese Situation nutzen, um über die "Hintertür" eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke durchzusetzen. Sie erwartet derzeit wohl wenig Widerstand seitens der Bevölkerung. Tschernobyl und Asse scheinen vergessen, Atomstrom wird sogar als „ökologisch“ vermarktet. Die aktuellen Störfälle v.a. im AKW Krümmel kommen da natürlich zum denkbar unpassendsten Moment. Ausserdem belegen Umfragen immer wieder, dass eine deutliche Mehrheit der Deutschen die Rückkehr zur „gefährlichsten Technologie der Menschheit“ ablehnt.
Wir von Bürgerwind Region Freudenberg stehen für 100% erneuerbare Energie und möchten Sie ermutigen: Zeigen Sie „Flagge“! Unterstützen Sie Aktionen, Unterschriftensammlungen und Meinungsumfragen zum Atomausstieg! Nicht zuletzt die anstehende Bundestagswahl wird hier wohl zur Nagelprobe für eine Richtungsentscheidung, die eigentlich schon als getroffen galt. Konfrontieren Sie „Ihre“ Kandidaten vor Ort mit dem Thema und bekunden Sie Ihre Meinung!
Eine Online-Kampagne finden Sie z.B. beim Münchner Umweltinstitut unter http://umweltinstitut.org/muenchner_erklaerung/Startseite.php Weitere Infos zum Thema: http://www.sonnenseite.com/Politik,Der+Atom-Wahlkampf,95,a13243.html Zudem würde die Verlängerung der Laufzeiten der noch in Betrieb befindlichen Atomreaktoren in Deutschland den Ausbau der erneuerbaren Energien massiv behindern. Das ist das Ergebnis einer Kurzstudie, die das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt hat. "Atomkraft ist eben keine 'Brückentechnologie’'. Wer die erneuerbaren Energien wirklich ausbauen will, muss beim Atomausstieg bleiben“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Wenn Atomkraftwerke länger laufen würden, käme der Boom der Erneuerbaren-Branche zum Erliegen. Und das Job-Wunder, das bereits zu 280.000 neuen Arbeitsplätzen geführt hat, würde jäh gestoppt.
Dass Atomkraft und Erneuerbare sich schlecht vertragen, haben die Energiekonzerne EDF und EON in Großbritannien selbst eingeräumt. So forderte der deutsche EON-Konzern, den Ausbau regenerativer Energiequellen zu begrenzen – andernfalls sei der Neubau von Atomkraftwerken nicht wirtschaftlich.
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