Zweite Sodarmessreihe läuft + Zwischenergebnis der Windmessung
06.07.2010
Wanderer und Spaziergänger haben das regelmäßige Piepen sicher schon gehört - seit Mitte Juni läuft die zweite Sodarmessreihe für weitere ca. 8 Wochen, diesmal im Sommer. Das hörbare Geräusch wird von den Luftschichten reflektiert und je nach Windstärke und -richtung in den Schalltrichter unterschiedlich zurückreflektiert. Daraus lässt sich die Windgeschwindigkeit und -richtung in größeren Höhen bis ca. 200m ableiten.
Zwischenzeitlich liegt uns auch ein erstes Zwischenergebnis der Windmessung aus dem ersten Halbjahr 2010 vor. Danach weht respektabler Wind im Oberland, was die Einheimischen ja immer schon wussten.
Dabei bestätigt sich auch, was Fachleute vorausgesagt haben: Die sog. "vertikale Windscherung", d.h. die Zunahme der Windgeschwindigkeit in Höhen zwischen 110m und 140m Nabenhöhe ist auch an den geplanten Standorten sehr deutlich.
Man kann also davon ausgehen, dass eine Windkraftanlage, die hier auf einem ca. 140m hohen Turm errichtet wird, ca. 30% mehr Strom produzieren wird als eine Anlage mit 110m-Turm.
Für den Betrachter ist allerdings die Beurteilung der Höhe aus der Ferne schwierig bis unmöglich - "hoch ist hoch". Im Hinblick auf das Energie-Erzeugungspotential für unsere Region ist der Unterschied aber beträchtlich.
Für unser Projekt bedeutet das Zwischenergebnis ein Stück Sicherheit mehr und einen weiteren Schritt in Richtung Realisierung.